Mittwoch, 19. März 2014

ONE DAY IN AMSTERDAM


Nachdem wir nun schon in Belgien brocanteeinkaufstechnisch sehr erfolgreich waren, uns wirklich auf das Nötigste beschränkt haben, fuhren wir weiter gen Holland. Im Lieferwagen blieben uns genau noch eine Fläche von 1mx0,5m in der Breite, knapp 2m in der Höhe. Auf dem Plan standen nebst Brocante auch noch neue Schals und diverse andere Kleinigkeiten. Nach einigen sehr kurzen Besuchen bei unseren Händlern waren wir froh, den Lieferwagen bereits gefüllt zu haben, denn so wirklich viel hatte uns hier nicht vom Hocker gehauen. Der freie Platz war jedoch innert weniger Minuten gefüllt, die Schals- die wirklich schön sind!- noch irgendwo dazwischen gestopft und dann hieß es Freizeit! 

Wir hatten nun das Glück uns anderthalb Tage in Amsterdam aufzuhalten um einfach mal nur die Stadt zu erkunden, neue Inspirationen zu sammeln, etwas die Seele baumeln zu lassen und einfach Sein zu können. Das Wetter war nach anfänglichem Frühnebel fantastisch und so machten wir uns auf die Pirsch diese wunderschöne Stadt zu erkundigen. Zuerst marschierten wir einfach mal drauf los- hauptsache Nebenstraßen, denn da sind ja bekanntlich die Geheimtipps. Es gibt kaum Schlimmeres für uns als sich in die Scharen der Touristen mit einzureihen und die typischen Hauptstraßen voller Souvenirshops entlangzumarschieren. Also: Nebenstraßen, raus aus dem Zentrum, das reale Amsterdam kennen lernen.

Wir wollten auch unbedingt ein Bootsfahrt durch die Grachten machen. Bei unserem letzten Besuch war in den Grachten fast so viel Bootsverkehr wie Autoverkehr auf der Strasse. Neben den typischen Touribooten waren ne Menge Freunde und Familien mit ihren Bötchen unterwegs, wie wir wahrscheinlich Sonntags nen Spaziergang machen. Das fanden wir lustig, anders. Wie der Zufall es wollte haben wir dann eben so ein Boot gefunden- oder fand es uns? Drei junge Menschen die sich mit kleinen Bootsausflügen durch die Grachten etwas Geld nebenher verdienten. Gesehen, zugestiegen. Nun lagen wir ganz vorne auf Schaffellen und Kissen mit einigen anderen jungen Menschen, schipperten durch die Grachten und ließen uns ganz individuell die Stadt zeigen und erklären, sogen nebenher die wunderbar wärmende Sonne auf.

Neben den kleinen Grachten fuhren wir auch ein Stückchen auf der Amstel, unter Zugbrücken hindurch, aber auch unter Brücken hindurch die so niedrig waren das sich unser Steuermann bücken musste. Für uns Passagiere kein Problem, denn wir verbrachten wie gesagt die Fahrt entspannt lümmelnd auf dem Vorderdeck. ;) Über uns kreisende und kreischende Möven, man merkte die See ist nicht fern.
Wieder zu Fuß unterwegs entdeckten wir dieses kleine, entzückende Kaffee. Neben diversen unterschiedlichen Kuchen (ich konnte mich kaum entscheiden) gabs auch ne Menge Quiches und feine  "Brodjes". Man kam sich vor wie in Omas Backstube, die kurzerhand und mit wenig Aufwand zum Kaffe umgewandelt wurde. Die gesamte Einrichtung bestand aus Paletten, alten Weinkisten, Omas Blümchenkissen und die Tapete war eine Collage aus alten Buchblättern mit Schrift und Blumenillustrationen. Einfach sympathisch improvisiert und Retro. Bei uns alleine wegen der ganzen Hygienevorschriften undenkbar!!!
Aber wie es nunmal so ist mit dem Reisen, jeder schönste Tag geht irgendwann einmal zu Ende. So auch unserer. Am nächsten Tag stiegen wir glücklich lächelnd in unseren Lieferwagen, denn wir wussten: wir hatten eine sehr schöne Zeit und einen Lieferwagen voller wunderschöner, begehrter, seltener Einzelstücke, die unser Herz höher schlagen lassen und euers hoffentlich auch! ;)
Macht's euch schön und bleibt neugierig!

Kommentare:

  1. Sehr schöne Bilder, die du uns da mit gebracht hast!
    Ganz lieben Dank dafür!
    Es grüßt lieb
    die
    Tanja

    AntwortenLöschen
  2. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

    AntwortenLöschen

Herzlichen Dank für dein Kommentar! Wir freuen uns sehr darüber und hoffen du besuchst uns bald wieder.